Ernährst Du Dich oder geißelst Du Deinen Geist?

von | Jul 26, 2017 | 0 Kommentare

Geschätzte Lesezeit 3 Minuten

Vegetarier, Veganer, Paleoaner, Atkinser, Low Carber, Rohkostler, Frutarier, Instinktivos, …

… puhhh, es soll keine Grunddiskussion darüber werden, welcher der vielen und immer neu auftauchenden Ernährungsstile besser oder schlechter ist. Denn wie auch bei anderen Themen halte ich recht wenig davon dies für alle zu pauschalisieren. Jeder Mensch ist individuell. Sein Körper, sein Geist, seine Einstellung. Was für den einen die optimale und beste Ernährung ist, kann für den anderen komplett das Gegenteil einer sinnvollen Versorgung mit Lebensmitteln und Nährstoffen sein oder gar Allergien auslösen.

Schlimm wird es wenn man sich selbst kasteit oder andere zwanghaft missioniert

Ich urteile nicht über diesen oder jenen Ernährungsstil. Ich möchte nur einen kleinen Denkanreiz geben:

In einer Welt der fast unbegrenzten Möglichkeiten, gibt es immer wieder den Drang zum Extremen. Im Sport, im Business, in der Politik, der Religion, der Liebe, des Hasses und vielen anderen Bereichen – und eben auch in der Ernährung. Wenn wir mit dem Zeigefinger auf jemanden deuten, zeigen auch immer drei Finger von dieser Hand auf uns selbst zurück. Hinterfrage daher erst einmal bei Dir selbst:
Ist Dein aktueller Ernährungsstil, Deine innere Einstellung dazu vielleicht (zu) extrem?

Es sollte jedem klar sein, das Massentierhaltungs-Produkte und Billig-Nahrungsmittel nicht wesentlich zur eigenen Gesundheit beitragen und ethisch nicht zu unterstützen sind. Aber es geht doch auch anders, wenn man wirklich will:

Mache es nicht unnötig kompliziert. Keep it simple!

Ernähre Dich ausgewogen und abwechslungsreich.
Achte auf diese einfachen Grundregeln für eine gesunde Ernährung und Dein Wohlbefinden:

P

+ versuche regionale Produkte von (Bio-) Bauern aus Deiner Umgebung zu essen
+ versuche saisonale Produkte aus Deiner Umgebung zu essen
+ versuche nach Möglichkeit so oft wie möglich selbst zu kochen
+ versuche intermittierendes Fasten auszuüben
+ versuche Dich täglich ein paar Minuten bis Stunden im Freien zu bewegen
+ versuche 1-2 x wöchentlich Sport zu treiben
+ versuche genügend Wasser zu trinken
+ versuche ausreichend und gut zu schlafen

O

meide zuviel Zucker
meide zuviel an weißen Kohlenhydraten
meide zuviel an industriell verarbeiteteten Nahrungsmitteln
meide zuviel Fastfood
meide zuviel Essen in Gastronomien, deren Nahrungsmittel-Kette Du nicht kennst
meide zuviel Suchtmittel (Alkohol, Cannabis, Nikotin… )
meide zuviele süße Fruchtsäfte (lieber Zitrone & Grapefruit)
meide Völlereien
meide zuviel Stress

p

Bei tierischer Nahrung (Fisch, Geflügel, Hase, Lamm, Wild, Schwein, Rind) solltest Du Dich in Deiner Region umsehen, wer noch selbst Tiere aufzieht (schaue Dir die Gegebenheiten und Haltungen dazu an) und am Besten noch selbst schlachtet (ja, auch das gibt es noch…). Bei Fisch aus den Meeren achte auf die Fangart und unterstütze keine Aquakulturen; bei regionalem Fisch kaufe wenn möglich vor Ort bei Deinem Fischhaus oder vielleicht hast Du ja einen Angler(in) in Deinem Umfeld.

kläre mögliche Unverträglichkeiten:

Lactose
Gluten
Histamin

Disziplin ist schön und gut, doch wenn zuviel diszipliniert wird enden wir wieder bei der Kasteiung und verlieren auf Dauer die Lust. Deshalb gönne Dir ruhig 1-2 x pro Woche einen Schummeltag. Jetzt kannst Du alles Essen was Du magst und auch wann Du magst. Du wirst sehen, das es Dir gut tut und die Motivation an einer gesunden Ernährung aufrechterhält. Probiere es aus!

Intermittierendes Fasten. Die 18/6-Regel.

Hiervon gibt es viele Arten und auch wieder viele Extreme. Es ist aber vor allem von Deinem Beruf und Deinem benötigten Energielevel abhängig. Eine (körperlich schnell daran zu gewöhnende) Variante für eine viel sitzende Tätigkeit ist die 18/6-Regel.

Auch das intermittierende Fasten soll kein täglicher Zwang sein!
Integriere einfach mal 2 bis 3 Tage intermittierendes Fasten in Deine 7-Tage-Woche und spüre ob es Dir gut tut.

18 Stunden lang gibt es nichts zu essen und in den 6 Stunden dazwischen kann gegessen werden. Natürlich nicht 6 Stunden durchessen und nur Kuchen ;). Du kannst z.B. auch 8 Stunden essen und 16 Stunden Fasten. Alles in Maßen und gesund. Es spricht ja auch nichts dagegen mal ein (industriell verarbeitetes) Bäckerteilchen zu essen.

18 Stunden!? Klingt viel, ist es aber nicht. Und vielleicht machen es viele von euch auch schon unbewusst.

Wenn Du abends ab 18 Uhr nichts mehr isst, lässt Du am morgen nach dem Schlafen einfach das Frühstück weg und nimmst gegen 12 Uhr ein reichliches Mittagessen zu Dir. Schon hast Du davor 18 Stunden gefastet und Dein Darm konnte gut die vorhergehenden Mahlzeiten und Nährstoffe verarbeiten.

Doch was hat das denn jetzt alles mit meinem Business zu tun?

Viel. Denn Du bist Dein Kapital. Dein Körper und Geist sollten gesund sein für Deinen privaten und wirtschaftlichen Erfolg. Ein Körper der nur Mahlzeiten mit wenig Nährstoffen erhält sowie ein Geist der ständig unter Stress steht, wird nicht lange mit Dir zusammenarbeiten wollen. Geht es Deinem Körper gut, geht es Deinem Geist gut und umgekehrt.

Wie immer im Leben gilt es seine Mitte zu finden. Yin und Yang. Alles im Lot. Nichts zu extrem. Klingt einfach, ist aber nicht immer leicht zu meistern.

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